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Hochschulsport der Hochschule Fulda - University of Applied Sciences
Capoeira
verantwortlich: Anita Schleicher

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts breitete sich unter den Sklaven im Nordosten Brasiliens eine Kampfform aus, deren Entstehung eng verknüpft ist mit dem Streben der Schwarzen nach Freiheit.

Die Sklaven durften keine Pistolen, Gewehre oder Hausmesser besitzen. Weil ihnen aber oft die Hände gefesselt waren, wehrten sie sich meist mit den Füßen, auf eine geschmeidige, rhythmische Art, ähnlich wie Tierbewegungen. Um den Kampfcharakter zu tarnen, wurden die Tänze von Instrumenten begleitet: von großen und kleinen Trommeln und dem Berimbau, einem Saiteninstrument, bei dem ein ausgehöhlter Kürbis der Resonanzkörper ist.

Kampf, Tanz, Spiel, Energie...
Capoeira ist das alles und niemand kann sagen, was es nun eigentlich ist. Mit leicht angehockten Beinen wiegt der Capoerista sich hin und her, die Füße ruhelos in Bewegung - wie eine Raubkatze auf dem Sprung. Ginga heißt der Grundschritt, ohne Ginga keine Capoeira. Capoeiristas schlagen wirbelnd aus der Drehung, im Rhythmus der Begleitmusik. Sie schlagen mit den Beinen oder - überraschend - mit den Armen oder dem Kopf. Die Arme dienen aber normalweise zur Abwehr, zum Abrollen bei einer Attacke des Gegners oder zum Radschlagen, um den anderen mit dem hochfliegenden Bein am Hals zu treffen.

Übungsleiter/Foto: Christian Schindler

Zwei, drei Minuten wirbeln sie und bei jeder Drehung schleudert es Schweißtropfen in die Roda, die Runde der Capoeiristas. Ein neues Kämpferpaar löst sich aus dem Kreis, grüßt mit feierlicher Handbewegung die Musik - nicht die Musikanten, sondern die Instrumente: diese geben dem Kampf die Seele. Doch bis 1930 war Capoeira geächtet und unter Strafe gestellt. 1937 wurde Senhor Manoel dos Reis Machado, Mestre Bimba's, Capoeira-Akademie vom Ministerium für Erziehung und öffentliche Gesundheit offiziell lizenziert als erste der Welt! Der Sklavensport war zwar toleriert, aber gesetzlich immer noch nicht legalisiert. Dies geschah erst Ende der fünfziger Jahre. Der brasilianische Staatspräsident Getúlio Vargas damals: "Capoeira ist der einzige wirklich brasilianische Sport".

Foto: J. Ries


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KursnrOffer No.DetailsDetailTagDayZeitTimeOrtLocationZeitraumDurationLeitungGuidancePreisCostBuchungBooking
204201AnfängerMi19:30-21:00Halle 8 (Gebäude 52)03.05.-14.07.Christian Schindler
24/ 24/ 48/ 24 €
24 EUR
für Studierende

24 EUR
für MitarbeiterInnen

48 EUR
für Externe

24 EUR
für HSP- und FiduS-ÜbungsleiterInnen der Hochschule FD